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Ausstellung WeinKunst 28.09.– 03.11.2013

Weinausstellung-Einladung

Weinausstellung-Einladung

WeinKunst

Weinland Südtirol in der Kunst

 

Lanserhaus Eppan, 28.9. – 3.11.2013

Eröffnung: Freitag, 27.9.2013, 18.30 Uhr

Öffnungszeiten: 28.9.–3.11.2013
Dienstag – Donnerstag 15–18 Uhr
Freitag u. Samstag 17–20 Uhr
Sonntag 10–12 u. 15–18 Uhr

Eintritt frei

Kuratoren:
Walburga Kössler, Carl Kraus, Martin Hanni

Koordination:
Maria Hechensteiner, Gerhild Carli

 

Als Symbol des Heils und der Lebenskraft, als Ausdruck göttlicher Gnade und himmlischer Freuden ist der Wein ein Jahrtausende zurückreichendes Kulturgut, welches für das Alltagsleben des Menschen ebenso große Bedeutung besitzt wie für seine spirituelle Vorstellungswelt. Mit dem Nimbus eines mystischen und metaphysischen Bindeglieds zum Göttlichen behaftet, inspiriert er nicht nur Philosophie und Dichtung, sondern in besonderer Weise auch die bildende Kunst.

Unzählig sind dementsprechend die künstlerischen Zeugnisse mit Wein-Bezug, sei es aus dem alten Ägypten, der griechisch-römischen Antike oder dem christlichen Abendland – und überaus reich und facettenreich sind die Beziehungen zwischen Wein und Kunst auch im südlichen Tirol, wo der Anbau des edlen Rebensaftes bis in vorrömische Zeit zurückreicht. Mutet hier doch die Landschaft selbst mit den unverwechselbaren Mustern der Pergeln wie ein Werk der Land Art an: „Im südlichen Theile, der die Kreisstadt Botzen und das Etschthal, so weit es zu Deutsch-Tirol gehört, enthält, ist die Lage tiefer, das Klima sehr warm, und das Hauptprodukt der Wein. Der Weinbau, der minder bedeutend schon bey Brixen beginnt, zeichnet sich vor allen anderen Sorten der Reben-Cultur dadurch aus, dass die Reben schattenreiche Bogengänge formiren, die in gerader Richtung parallel aneinander hinlaufen, so weit es die Lage des Bodens zulässt. Die ganze Gegend um Botzen bildet mit den umliegenden Hügeln gleichsam einen Weingarten“ (Joseph Weger, 1819).

Es ist naheliegend, dass den mit den Augen der Künstler gesehenen Südtiroler(Wein)-Landschaften in diesem Kontext ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Sie stammen u. a. von bekannten Namen wie Edmund von Wörndle, Eduard Theodore Compton, Max von Esterle und Robert Scherer. Beschränkt sich hier der zeitliche Rahmen auf das 19. und 20. Jahrhundert, so spannt sich der Bogen im Bereich „Rebe, Traube und Wein in der christlichen Symbolik“ von der gotischen St. Paulser „Traubenmadonna“ über „Das letzte Abendmahl“ von Martin Knoller bis zu Ignaz Gabloners „Kundschaftern mit der großen Traube“.

In weiteren Kapiteln werden die bacchantischen Weingelage, die Weinarbeit und ihre Protagonisten, die Weinfeste, die Weinwerbung um 1900, die neue Weinarchitektur und schließlich die „Künstler und der Wein“ mit ihren Inspirationen und Abstürzen thematisiert. Die Liste der vertretenen Maler, Zeichner und Bildhauer umfasst dabei eine Vielzahl an Hauptvertretern der Kunst in Tirol: Stephan Kessler, Johann Georg Plazer, Georg Wachter, Louis Eysen, Josef Moroder Lusenberg, Robert Russ, Albin Egger-Lienz, Ignaz und Albert Stolz, Carl Moser, Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Artur Nikodem, Hans Josef Weber-Tyrol, Othmar Winkler, Karl Plattner, Paul Flora, Markus Vallazza etc.

Eine Vielzahl der Exponate stammt aus Privatbesitz und wurde bisher noch nie öffentlich gezeigt.

So unterschiedlich die Themen sein können und so verschieden die Zugänge der Künstler zu diesen, über (fast) allem liegt die Faszination des Weinlandes Südtirol: „Die Gegenstände, die uns hier umgeben“, schreibt der deutsche Maler Louis Gurlitt von seinem Tirol-Aufenthalt 1838, „sind so schön, daß man sich kaum überreden kann, noch Schöneres anzutreffen. […] In unserer jetzigen Wohnung in Schloß Tirol, der Stammburg der Grafen Tirol, lebten wir fast zu gut, drei bis vier Schüsseln Mittag und ebenso des Abends, und Wein ‚wie Wasser’.“

 

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog mit Beiträgen von Leo Andergassen, Siegfried de Rachewiltz, Martin Hanni, Walburga Kössler und Carl Kraus.

List, Last, Lust und Lunge

Es war ein wunderschönes Konzert in memoriam Verdi, Wagner und Herbert Rosendorfer am 6. September im Lanserhaus …

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„Siegfried und Violetta: List, Last, Lust und Lunge“ – Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi
Libretto von Herbert Rosendorfer – in memoriam.

 

HORNQUARTETT „GERMAN HORNSOUND“
Christoph Eß,  Ralph Ficker,  Sebastian Schorr,  Stephan Schottstädt
Karl Dietrich Gräwe – Rezitator

Das Hornquartett „german hornsound“ gründete sich 2009 aus vier ehemaligen Schülern der Hornklasse von Prof. Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Alle vier Hornisten haben nun Anstellungen in professionellen Orchestern; bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Staatsoper Hannover, dem Konzerthausorchester Berlin sowie den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie.

Für das Jahr 2013 hat „german hornsound“ in Zusammenarbeit mit dem berühmten Südtiroler Schriftsteller Herbert Rosendorfer und dem Berliner Dramaturgen Karl Dietrich Gräwe ein eigenes Projekt zu Ehren der beiden Geburtstagsjubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi entwickelt. Mit diesem dreiaktigen Opernfragment „Siegfried und Violetta“ ist das Quartett u.a. auf führenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Oberstdorfer Musiksommer zu Gast. Zu dem einzigartigen Projekt wurde  eine wundervolle CD-Edition aufgelegt.

Bahnhof in Eppan: Demnächst wieder Zentrum des öffentlichen Nahverkehrs

Der über hundert Jahre alte Bahnhof in Eppan bekommt nach einem langen Dornröschenschlaf seine ursprüngliche Bestimmung zurück. Er soll ein angenehmer Aufenthaltsort werden für alle, die dort ein- und aussteigen oder auf den nächsten Anschluss warten.

Ein Radverleih bietet schon seit letztem Jahr Fahrräder an. Die neuen Toiletten sind bereits benutzbar. Fahrradständer stehen zur Verfügung und ein sicherer Parkplatz für Motorräder vor den Büros der Gemeindepolizei laden ein, mit Rad und Motorrad zum Bus zu kommen.

Der neu gestaltete Parkplatz für Pendler wird hoffentlich viele von der Weiterfahrt mit den Bussen überzeugen. Momentan wird an einer behutsamen Renovierung der Bar und des Saales gearbeitet, sodass das Gebäude wieder das anfängliche Flair ausstrahlt. Die Planung ist abgeschlossen und genehmigt. Die Arbeiten sind ausgeschrieben, vergeben und werden bald beginnen.

Bis spätestens Weihnachten können sich sodann dort die Fahrgäste treffen, einen Kaffee trinken, die Zeitung lesen, Informationen über Fahrzeiten einholen und auf den nächsten Bus im warmen warten. Auch die Radfahrer, die über den Radweg direkt dort vorbeikommen, können gern dort einkehren.

Ehrentraud Riegler Troger, Referentin für den ÖffentlichenVerkehr
Dr. Walburga Kössler Thaler, Referentin für Bauwesen

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Die zuständigen Referentinnen Ehrentraud Riegler und Walburga Kössler bei einem Lokalaugenschein im Eppaner Bahnhofsgebäude, das bald wieder das Zentrum für den öffentlichen Nahverkehr in Eppan sein wird.

 

 

Über mich …

Wally Kössler

Name: Walburga (Wally) Kössler Thaler
Geboren am: 16.01. 1956
Sternzeichen: Steinbock
Ich wohne in St. Pauls/Eppan
Familie/Kinder: verheiratet, Töchter: Luzia (19) Ulrike (15)
Ich arbeite als Englischlehrerin an der Geometerschule BZ und bin Gemeindereferentin  Urbanistik und Bauwesen, Kultur und Frauen und Familie in Eppan seit 2005

Am liebsten esse ich leichte Kost
Mein Lieblingsthema ist Allerweltsgeschehen
Am wohlsten fühle ich mich bei Familienfeiern in Mutters Stube
Eine Jugendsünde als Oberschülerin viel Zeit „verplempert“ zu haben, die ich heute gerne hätte  Wenn ich mal eine Stunde frei habe, sitze ich gerne in unserer „grünen Hölle“ (Garten)

Eine schöne Erinnerung, mein erster Arbeits- und Studienaufenthalt in London, den ich selbst organisiert habe
Meine große Liebe gilt der Architektur, den schönen Künsten und bin leidenschaftliche Gärtnerin
Eine goldrichtige Entscheidung war nach Südtirol heimzukehren und dort zu bleiben
Zum Geburtstag wünsche ich mir kleine  Überraschungen, die von Herzen kommen
So richtig zornig machen mich Ungerechtigkeiten und gehässiges Getratsche
Manchmal nicht schlafen lassen mich meine  Wachträume
Nach dem Aufstehen beantworte ich Mails oder facebooke
Samstag vormittags ist Hausputz-Zeit
Die Hausarbeit daheim geschieht in Arbeitsteilung mit Mann und Töchtern
In meinem Garten blüht es rund ums Jahr und wird viel geerntet

Meine besondere/n Stärke/n Verlässlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Beständigkeit, Großmut;
Meine Fehler ich bin manchmal zu impulsiv
Als besondere Herausforderung sehe ich in der heutigen Welt, wo alles auseinander driftet,  das verbindende Seil zu knüpfen und zu spannen
Den nächsten Generationen wünsche ich dass es ihnen so gut geht, wie den unseren
Am liebsten kaufe ich bewusst im Dorf und kleinen Geschäften
Morgen werde ich Vieles nicht anders machen als gestern
Heute brauche ich meine Großfamilie, meine FreundInnen, meinen Wirkungsbereich
Wenn ich nicht mehr weiter weiß, rede ich mit FreundInnen oder hole mir  Rat bei Profis
Die schillerndste Gestalt: es gibt so viele, auch solche, die nie im Rampenlicht standen
Ein wohltuender Farbtupfer in Südtirol sind die vielen Besonderheiten unserer Landschaft, Menschen und Kultur
Inhaltslose Schachteln sind für mich da, um nützlich  gefüllt zu werden
Die größtmögliche Sicherheit geben denkende und fühlende Mitmenschen
In 20 Jahren möchte ich sagen können, dass ich Einiges bewegen konnte

Lebenslauf

  • Mittelschule Mariengarten
  • Sprachenlyzeum Istituto delle Marcelline
  • Studium „Moderne Sprachen und Literatur“ in Mailand und Bologna
  • Studienaufenthalte  in London, New York, Edinburgh
  • Zweitstudium Kunstgeschichte in Innsbruck
  • Ausbildung Koordinatorin im schulischen Bereich
  • langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für Heimatpflege und Kultur: Mitorganisatorin „Weinkulturwochen“ in St. Pauls; Dorf- und Kunstführungen in Eppan, Publikation: “St. Pauls, Missian, Unterrain, Berg an der Südtiroler Weinstraße“ ein kunstkunst- und kulturgeschichtlicher Führer
  • viele Jahre Mitarbeit im gastronomischen Familienbetrieb „Schreckenstein“: Buchhaltung, Organisation, Kellenerin, Putzfrau ( wie in einem Familienbetrieb üblich, überall einspringen wo nötig
  • Interessen: reisen, wandern, lesen, gärtnern, Architektur und Kunst

Politische Laufbahn

Mitglied SVP-Ortsausschuss St. Pauls, Gemeindefrauenausschuss Eppan,
seit 2007 stellvertretende Landesfrauenreferentin

Mitglied Parteiausschuss, Bezirksleitung Bozen Stadt und Land

 

Baukultur in Eppan III

Vorbildlich sanierte Meile in St. Michael (Schluss)

Ein weiteres vorbildlich restauriertes Gebäude ist das Haus „von Söll“ in der Maderneidstraße 3 im Besitz der Familie Stofferin. Es handelt sich um einen Bauernhof aus dem Frühbarock mit Wohn- und Wirtschaftseinheit. Der hinterseitig gelegene Stadel wurde zu Wohnzwecken umgebaut, wobei darauf geachtet wurde, dass das ursprüngliche Aussehen bestehen bleibt: Die Öffnungen und der Originalputz wurden beibehalten. Diese Entscheidung ist sehr lobenswert, da ein Haus ja zum historischen Gedächtnis einer örtlichen Gemeinschaft gehört. So bleibt die ursprüngliche Zweckbestimmung weiterhin ablesbar, auch wenn das Gebäude heute ein Wohnhaus ist. Es ist damit ein Beispiel dafür, dass auch bei sensibler, rücksichtsvoller Sanierung moderner Wohnkomfort möglich ist. Nordseitig wurden die nicht passenden Zubauten entfernt, die straßenseitige Überdachung für landwirtschaftliche Geräte dagegen wurde gemäß Vorgabe des Landesdenkmalamtes beibehalten, weil eine Remise ein typisches Zubehör für einen Weinhof ist.

Der Ansitz Thalegg ist ein weiteres Glanzstück in der „sanierten Meile“ von St. Michael. Dieser Ansitz aus der Renaissancezeit spielt für die Geschichte Eppans eine besondere Rolle, wurde er doch für die Weltausstellung im Jahr 1900 in Paris als sogenanntes „Châteu Tyrolien“ naturgetreu nachgebaut, als Musterbeispiel für den Überetscher Baustil. Thalegg wurde 2002 von Dr. Osvaldo Valenti erworben, der es in den folgenden Jahren restaurieren ließ. Die Restaurierung war äußerst aufwendig und kostenintensiv, weil das Haus in einem statisch sehr prekären Zustand war und auseinander zu fallen drohte. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden 2008/09 auch die Fresken restauriert, und zwar von der Stiftung Kappelmaier, einer Tochter der Messerschmitt-Stiftung aus München.

Beiden Besitzerfamilien an dieser Stelle Dank für die mustergültige Sanierung ihrer Häuser!

 

Das Haus von Söll mit dem zu Wohnzwecken umgebauten, aber noch als Stadel erkennbaren Wirtschaftsgebäude

 

 

Der Ansitz Thalegg, eine Perle unter den Eppaner Ansitzen

Baukultur in Eppan II

 Vorbildlich sanierte Meile in St. Michael (Fortsetzung)

Das Haus Pardatscher in der Johann-Georg-Plazer-Straße, heute im Besitz der Familie Dr. Peer, ist ein weiteres Beispiel für ein vorbildlich saniertes Gebäude. Im Zuge der Umbauarbeiten wurde das hinterseitig gelegene Stadelgebäude für die Unterbringung von Diensten des Gesundheitssprengels adaptiert und damit einer sinnvollen Nutzung zugeführt. Die ursprünglich an der Kreuzung geplante Tiefgarageneinfahrt wurde mit der bestehenden des Gesundheitssprengels zusammengelegt. Die Grenzmauern wurden, soweit möglich, beibehalten. Auch der Aufgangsbereich ist sehr schön restauriert worden und das ganze Haus wurde den modernen Erfordenissen eines Dienstleistungsbetriebes angepasst. Es ist sinnvoll und daher begrüßenswert, wenn die Dienstleistung in den Ortskernen verbleibt und nicht ausgelagert wird.

Ein Bauernhof aus dem 16. Jahrhundert ist das Haus in der Maderneidstraße 28. Erst in späterer Zeit wurde ein nicht charakteristischer Zubau angeschlossen, der das Haupthaus teilweise verdeckt hat. Dieser Zubau wurde nun im Zuge der Sanierungsarbeiten entfernt, die Abbruchkubatur für einen modernen, zeitgemäßen Zweckbau verwendet. Dieser befindet sich in gebührendem Abstand zum Haupthaus, welches damit wieder richtig zur Geltung kommt. Die Fassade wurde fachgerecht getüncht. Das Dach wurde, wie für das Überetsch typisch, mit Mönch-und-Nonne-Ziegeln gedeckt.

Erwähnenswert bei diesem Gebäude ist auch der an das Haupthaus angeschlossene Treppenturm. Solche Türme finden sich in der Regel nur bei Schlossbauten (z.B. Gandegg), ein Treppenturm bei einem Bauernhaus ist im Überetsch einzigartig.

Im Hof- und Gartenbereich sind Installationen von namhaften internationalen Künstlern angebracht.

 Auch den Besitzern dieser Häuser ein aufrichtiges Dankeschön für die mustergültige Sanierung ihrer Gebäude! 

Das Haus in der Maderneidstraße vor dem Umbau

 

Das Haus in der Maderneidstraße heute. Gut sichtbar der Treppenturm an der Westseite.

 

 

Das Haus Pardatscher mit dem angrenzenden Zubau des Gesundheitssprengels

Baukultur in Eppan I

Vorbildlich sanierte Meile in St. Michael

In den letzten Jahren sind einige unserer schönsten Häuser vorbildlich saniert und restauriert worden. Gerade bei historischen Gebäuden ist der zeitliche und finanzielle Aufwand bei solchen Sanierungen groß. Dazu kommen die vom Landesdenkmalamt vorgeschriebenen Auflagen. Es ist also nicht selbstverständlich, wenn ein Eigentümer sich entschließt, die Unannehmlichkeiten und Beeinträchtigungen einer Restaurierung auf sich zu nehmen. Dazu braucht es die Wertschätzung und Liebe für den eigenen Besitz. Dieser Sinn für die Erhaltung unseres historischen Erbes ist auch bei der zurückhaltenden Materialwahl zum Ausdruck gekommen. Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert, handelt im Interesse der Öffentlichkeit, gehören unsere Ortskerne doch zu unserem historischen Kapital und sind gleichermaßen für Einheimische und Gäste wichtig und wertvoll.

In der Johann-Georg-Plazer-Straße und in der Maderneidstraße befinden sich mehrere vorbildlich sanierte Gebäude. Wir wollen sie nach und nach im Gemeindeblatt vorstellen:

In der Johann-Georg-Plazer-Straße 11 steht das Wohnhaus der Familie Meraner-Filós. Dieses zu Beginn des 16. Jh.s errichtete Gebäude ist ein typisches Straßenhaus mit kleinem Vorhof und Freitreppe. Im Hofbereich befinden sich, typisch für einen Überetscher Weinhof, die Wirtschaftsgebäude, also Stadel und Stall. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten stieß man dort auf frühmittelalterliche Mauerreste und Funde, auch aus der römischen Zeit, darunter eine wunderschöne Pferdefibel (siehe Foto). Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude wurden mustergültig saniert.

In der Maderneidstraße 7 befindet sich das ehemals zum Ansitz Thalegg gehörende Baumannhaus der Familie Meraner. Dessen Polygonerker an der Südostecke war bei Umbauarbeiten vor langer Zeit verkleinert worden. Im Zuge der Sanierung wurde er nun wieder als typischer Türmchenerker ausgerichtet. Auch bei diesem Gebäude wurde das Wohnhaus und der hintere Teil (der Wirtschaftsbereich) vorbildlich nach historischen Kriterien saniert.

Den Eigentümern dieser Häuser sei an dieser Stelle ein Dank von öffentlicher Seite ausgesprochen.

Wally Kössler

 
Das Haus in der Johann-Georg-Plazer-Straße 11 erstrahlt in neuem Glanz.

 


Diese Pferdefibel wurde bei Grabungsarbeiten in der Johann-Georg-Plazer-Straße 11 gefunden.

 

 
Das mustergültig sanierte Haus in der Maderneidstraße mit dem wiederhergestellten Türmchenerker

 

Gemeinde sind wir alle!

Ihr Ziel, die Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit in den Gemeinden zu motivieren, haben die beiden an diesem Abend sicher erreicht: Arnold Schuler, Präsident des Gemeindenverbandes, und Waltraud Kofler, eine amtierende Bürgermeisterin. Beide waren sich einig, dass die Gemeinde zu den interessantesten Bereichen aktiven politischen Handelns zählt. Das Umfeld ist meist überschaubar, und der direkte Kontakt mit den Menschen lässt die Auswirkungen der Politik direkt sichtbar werden.

Schuler gab einen geschichtlichen Rückblick auf die Entstehung der Gemeinde, er skizzierte verschiedene kommunale Herausforderungen und kam (als frischgebackener Landtagsabgeordneter) zu dem klaren Schluss: Gemeindepolitik sei der interessanteste und spannendste Bereich der Politik.

Waltraud Kofler unterstrich die Bedeutung der Vereine. Sie betonte, dass es ihr immer ein Anliegen sei, die Bevölkerung zur politischen  Mitarbeit zu motivieren und sie zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen Themen einzuladen. Die Arbeit für die Gemeinde empfinde sie nie als Last, auch wenn es manchmal schwierige Situationen gäbe.

Für die Anwesenden waren die Vorträge mit den anschließenden Diskussionen Bestätigung und Motivation zugleich, sich in Eppan zu engagieren. Der Abend fand am 26. Februar statt, eingeladen hatten die SVP-Frauen und die SVP- Arbeitnehmer.

Foto …

Kandidatenpräsentation am 8./9./10. März

Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen, an den Veranstaltungen in den Eppaner Fraktionen St.Michael, St.Pauls und Frangart teilzunehmen. Die drei SVP-Kandidaten, welche sich am Sonntag, den 14.März 2010 bei der Vorwahl für die Ermittlung des SVP-Spitzenkandidaten bewerben, werden sich vorstellen und mit der Bevölkerung über das Programm für die kommende Amtsperiode diskutieren.

  • Montag, 8. März 2010, 20.00 Uhr in St. Pauls, Mehrzwecksaal der Grundschule
  • Dienstag, 9. März 2010, 20.15 Uhr im Frangart, Kultursaal Grundschule mit Vorstellung des Kurzfilmes „Politik bis du“ Kathi und die Gemeinde
  • Mittwoch, 10. März 2010, 20.00 Uhr in St. Michael, Mehrzwecksaal der Grundschule

 

 DER SVP KOORDINIERUNGSAUSSCHUSS EPPAN

Herzlich willkommen!

Ich bin DDr. Walburga Kössler, kurz Wally Kössler.

Ich lebe in der Gemeinde Eppan im Überetsch und bin seit dreißig Jahren politisch aktiv. In den letzten fünf Jahren saß ich als Urbanistikreferentin im Ausschuss unserer Gemeinde. Bei den diesjährigen Gemeinderatswahlen trete ich als Bürgermeisterkandidatin an.

Als erstes gilt es, die Vorwahlen zu bestehen. Die SVP bietet allen Wahlberechtigten an mitzubestimmen, wer bei den Gemeinderatswahlen im Mai 2010 Spitzenkandidat/in für das Amt des Bürgermeisters sein soll. Ich hoffe, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger diese Chance nutzen – unabhängig davon, welcher politischen Partei sie nahestehen.

Es ist mir wichtig, mit den Bürgerinnen und Bürgern meiner Gemeinde in Kontakt zu treten. Bei über 14.000 Einwohnern ist es aber leider nicht möglich, mit allen persönlich zu sprechen. Dennoch werde ich, soweit es geht, den persönlichen Kontakt suchen. Dieser Blog soll eine weitere Möglichkeit sein, einen Austausch mit den Eppaner Bürgerinnen und Bürgern herzustellen.

Herzlich willkommen!

Wally Kössler