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„Selbstbewusst und überlegen“

„Aufbruch und Anschluss an die Moderne im Gewerbebau in Südtirol zeigt sich vorwiegend und überraschend im Kellereibau: selbstbewusst und überlegen, wie zur Zeit der Gründerväter.“

Mehr zur Ausstellung „WeinKunst vinoearte“ unter www.lanserhaus.eu!

 

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Kulturreferentin und Mitkuratorin Wally Kössler führt eine Gruppe von Frauen durch die Ausstellung „WeinKunst vinoearte“ im Eppaner Lanserhaus. (Im Bild die Abteilung „Neue Kellerei-Architektur und Villen“)

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Girlan: Die letzte Traubenfuhre

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Dieser alte Brauch im Überetsch wurde vor zehn Jahren wiederbelebt. Die Trauben werden in einer großen Presse gepresst und der Saft an die Besucherinnen und Besucher „aufgeschenkt“.

In diesem Zusammenhang möchte ich einen kurzen Ausschnitt aus dem dem Katalog der Ausstellung „WeinKunst vinoearte“ zitieren:

„In Weingegenden gab es den Brauch der einzelnen Kellerein, die letzte Traubenfuhr besonders hervorzuheben. Das Ochsen- oder Pferdegespann, heute natürlich der Traktor, wird mit einem Kranz und mit einem Wetterspruch über das Erntejahr geschmückt. Für die Kellereigenossenschaft St. Pauls verfasste seit 1959 über 40 Jahre lang der Volksdichter Erich Hechensteiner aus St. Pauls (1923-2012) das passende Gedicht über den neuen Jahrgangswein, welches malerisch umrahmt wurde. […] Der Lobgesang des Weines war einer der Schwerpunkte in Erich Hechensteiners dichterischem Schaffen:

Wein, du labst seit Noahs Tagen
Herz und Hirn und Mund und Magen
und du heilst als Medizin
Bettlersmann und Königin.
Kraft gibst du und frohe Lieder,
schenkst nach Leid das Lachen wieder –
sieh, mein Herz will überfließen
voll von tiefer Dankbarkeit.
Hätt ich doch, dich zu genießen,
tausend lange Jahre Zeit.*“

* Erich Hechensteiner, Der Verseschmied. Gedichte aus sieben Jahrzehnten (2006)

50 Jahre Südtiroler Burgeninstitut

Am 4. Oktober fanden die Feierlichkeiten zum Gründungsjubiläum statt. Dazu zählte auch ein umfassendes Programm mit geführten Besichtigungen verschiedener Eppaner Ansitze und Schlösser wie etwa Schloss Freudenstein, Ansitz Zinneberg und Schloss Moos in Eppan Berg. Dort hielt Präsident Dr. Carl Philipp Baron Hohenbühel einen Rückblick auf ein halbes Jahrhundert ehrenamtlichen Engagements für den Schutz der Burgen und Schlösser in Südtirol.

Im Gedenken an Herbert Rosendorfer …

Rosendorfer-Bibliothek-Uebergabe_WebAnlässlich des ersten Todestages von Herbert Rosendorfer am 20. September 2012 übergab seine Witwe Julia Rosendorfer der Gemeinde Eppan den Schreibtisch des Schriftstellers sowie einige Manuskripte und persönliche Dinge.

Herbert Rosendorfer war Mitglied im Eppaner Kulturbeirat Lanserhaus, er war auch Ehrenringträger der Gemeinde Eppan. Bereits vor einigen Jahren hatte er der Gemeinde einen beachtlichen Bestand aus seiner Bibliothek geschenkt. Die Hinterlassenschaften sind nun in der Mittelpunktbibliothek Eppan dauerhaft ausgestellt.

Wir bedanken uns bei Frau Rosendorfer und der Tochter Cosima.

Dr. Walburga Kössler

Ausstellung WeinKunst 28.09.– 03.11.2013

Weinausstellung-Einladung

Weinausstellung-Einladung

WeinKunst

Weinland Südtirol in der Kunst

 

Lanserhaus Eppan, 28.9. – 3.11.2013

Eröffnung: Freitag, 27.9.2013, 18.30 Uhr

Öffnungszeiten: 28.9.–3.11.2013
Dienstag – Donnerstag 15–18 Uhr
Freitag u. Samstag 17–20 Uhr
Sonntag 10–12 u. 15–18 Uhr

Eintritt frei

Kuratoren:
Walburga Kössler, Carl Kraus, Martin Hanni

Koordination:
Maria Hechensteiner, Gerhild Carli

 

Als Symbol des Heils und der Lebenskraft, als Ausdruck göttlicher Gnade und himmlischer Freuden ist der Wein ein Jahrtausende zurückreichendes Kulturgut, welches für das Alltagsleben des Menschen ebenso große Bedeutung besitzt wie für seine spirituelle Vorstellungswelt. Mit dem Nimbus eines mystischen und metaphysischen Bindeglieds zum Göttlichen behaftet, inspiriert er nicht nur Philosophie und Dichtung, sondern in besonderer Weise auch die bildende Kunst.

Unzählig sind dementsprechend die künstlerischen Zeugnisse mit Wein-Bezug, sei es aus dem alten Ägypten, der griechisch-römischen Antike oder dem christlichen Abendland – und überaus reich und facettenreich sind die Beziehungen zwischen Wein und Kunst auch im südlichen Tirol, wo der Anbau des edlen Rebensaftes bis in vorrömische Zeit zurückreicht. Mutet hier doch die Landschaft selbst mit den unverwechselbaren Mustern der Pergeln wie ein Werk der Land Art an: „Im südlichen Theile, der die Kreisstadt Botzen und das Etschthal, so weit es zu Deutsch-Tirol gehört, enthält, ist die Lage tiefer, das Klima sehr warm, und das Hauptprodukt der Wein. Der Weinbau, der minder bedeutend schon bey Brixen beginnt, zeichnet sich vor allen anderen Sorten der Reben-Cultur dadurch aus, dass die Reben schattenreiche Bogengänge formiren, die in gerader Richtung parallel aneinander hinlaufen, so weit es die Lage des Bodens zulässt. Die ganze Gegend um Botzen bildet mit den umliegenden Hügeln gleichsam einen Weingarten“ (Joseph Weger, 1819).

Es ist naheliegend, dass den mit den Augen der Künstler gesehenen Südtiroler(Wein)-Landschaften in diesem Kontext ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Sie stammen u. a. von bekannten Namen wie Edmund von Wörndle, Eduard Theodore Compton, Max von Esterle und Robert Scherer. Beschränkt sich hier der zeitliche Rahmen auf das 19. und 20. Jahrhundert, so spannt sich der Bogen im Bereich „Rebe, Traube und Wein in der christlichen Symbolik“ von der gotischen St. Paulser „Traubenmadonna“ über „Das letzte Abendmahl“ von Martin Knoller bis zu Ignaz Gabloners „Kundschaftern mit der großen Traube“.

In weiteren Kapiteln werden die bacchantischen Weingelage, die Weinarbeit und ihre Protagonisten, die Weinfeste, die Weinwerbung um 1900, die neue Weinarchitektur und schließlich die „Künstler und der Wein“ mit ihren Inspirationen und Abstürzen thematisiert. Die Liste der vertretenen Maler, Zeichner und Bildhauer umfasst dabei eine Vielzahl an Hauptvertretern der Kunst in Tirol: Stephan Kessler, Johann Georg Plazer, Georg Wachter, Louis Eysen, Josef Moroder Lusenberg, Robert Russ, Albin Egger-Lienz, Ignaz und Albert Stolz, Carl Moser, Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Artur Nikodem, Hans Josef Weber-Tyrol, Othmar Winkler, Karl Plattner, Paul Flora, Markus Vallazza etc.

Eine Vielzahl der Exponate stammt aus Privatbesitz und wurde bisher noch nie öffentlich gezeigt.

So unterschiedlich die Themen sein können und so verschieden die Zugänge der Künstler zu diesen, über (fast) allem liegt die Faszination des Weinlandes Südtirol: „Die Gegenstände, die uns hier umgeben“, schreibt der deutsche Maler Louis Gurlitt von seinem Tirol-Aufenthalt 1838, „sind so schön, daß man sich kaum überreden kann, noch Schöneres anzutreffen. […] In unserer jetzigen Wohnung in Schloß Tirol, der Stammburg der Grafen Tirol, lebten wir fast zu gut, drei bis vier Schüsseln Mittag und ebenso des Abends, und Wein ‚wie Wasser’.“

 

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog mit Beiträgen von Leo Andergassen, Siegfried de Rachewiltz, Martin Hanni, Walburga Kössler und Carl Kraus.

List, Last, Lust und Lunge

Es war ein wunderschönes Konzert in memoriam Verdi, Wagner und Herbert Rosendorfer am 6. September im Lanserhaus …

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„Siegfried und Violetta: List, Last, Lust und Lunge“ – Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi
Libretto von Herbert Rosendorfer – in memoriam.

 

HORNQUARTETT „GERMAN HORNSOUND“
Christoph Eß,  Ralph Ficker,  Sebastian Schorr,  Stephan Schottstädt
Karl Dietrich Gräwe – Rezitator

Das Hornquartett „german hornsound“ gründete sich 2009 aus vier ehemaligen Schülern der Hornklasse von Prof. Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Alle vier Hornisten haben nun Anstellungen in professionellen Orchestern; bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Staatsoper Hannover, dem Konzerthausorchester Berlin sowie den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie.

Für das Jahr 2013 hat „german hornsound“ in Zusammenarbeit mit dem berühmten Südtiroler Schriftsteller Herbert Rosendorfer und dem Berliner Dramaturgen Karl Dietrich Gräwe ein eigenes Projekt zu Ehren der beiden Geburtstagsjubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi entwickelt. Mit diesem dreiaktigen Opernfragment „Siegfried und Violetta“ ist das Quartett u.a. auf führenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Oberstdorfer Musiksommer zu Gast. Zu dem einzigartigen Projekt wurde  eine wundervolle CD-Edition aufgelegt.

Europäischer Tag des Denkmals

Römische Villa in St. Pauls zu besichtigen

Auch heuer wird sich die Gemeinde Eppan wieder am Europäischen Tag des Denkmals, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Assessorat für Kultur und Denkmalpflege – im letzten Jahr war Eppan mit dem Montiggler Schlössl dabei – beteiligen.

Tag-des-Denkmals_webDas diesjährige Thema lautet: Jenseits des Guten und Schönen. Unbequeme Denkmale? In Bozen werden  6 Stadtrundgänge oder eine Führung des Bunkers/Luftschutzkellers in der Fagenstraße angeboten, in Kaltern die Besichtigung des ehemaligen Gerichtsgefängnisses, in Franzensfeste Bunker Nr. 3, in Natz/Schabs das NATO-Areal, um nur einige Höhepunkte dieser Veranstaltung herauszustreichen.

Die Abteilung Archäologie bietet den Besuch der Römischen Villa mit Badeanlage in St. Pauls an. „Aufgrund der qualitätvollen Gestaltung und Ausstattung kommt dieser archäologischen Stätte eine besondere Bedeutung zu. Drei der insgesamt zweiundzwanzig bisher freigelegten Räume sind mit einem Mosaik versehen, die Wände mit Wandmalereien.“

Sonntag 15.9. 2013
Ort: Römische Villa in St. Pauls/Aich
Von: 10.00 bis 16.30

Alle sind herzlich eingeladen!

Die Referentin für Kultur
Dr. Walburga Kössler Thaler

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Über mich …

Wally Kössler

Name: Walburga (Wally) Kössler Thaler
Geboren am: 16.01. 1956
Sternzeichen: Steinbock
Ich wohne in St. Pauls/Eppan
Familie/Kinder: verheiratet, Töchter: Luzia (19) Ulrike (15)
Ich arbeite als Englischlehrerin an der Geometerschule BZ und bin Gemeindereferentin  Urbanistik und Bauwesen, Kultur und Frauen und Familie in Eppan seit 2005

Am liebsten esse ich leichte Kost
Mein Lieblingsthema ist Allerweltsgeschehen
Am wohlsten fühle ich mich bei Familienfeiern in Mutters Stube
Eine Jugendsünde als Oberschülerin viel Zeit „verplempert“ zu haben, die ich heute gerne hätte  Wenn ich mal eine Stunde frei habe, sitze ich gerne in unserer „grünen Hölle“ (Garten)

Eine schöne Erinnerung, mein erster Arbeits- und Studienaufenthalt in London, den ich selbst organisiert habe
Meine große Liebe gilt der Architektur, den schönen Künsten und bin leidenschaftliche Gärtnerin
Eine goldrichtige Entscheidung war nach Südtirol heimzukehren und dort zu bleiben
Zum Geburtstag wünsche ich mir kleine  Überraschungen, die von Herzen kommen
So richtig zornig machen mich Ungerechtigkeiten und gehässiges Getratsche
Manchmal nicht schlafen lassen mich meine  Wachträume
Nach dem Aufstehen beantworte ich Mails oder facebooke
Samstag vormittags ist Hausputz-Zeit
Die Hausarbeit daheim geschieht in Arbeitsteilung mit Mann und Töchtern
In meinem Garten blüht es rund ums Jahr und wird viel geerntet

Meine besondere/n Stärke/n Verlässlichkeit, Wirtschaftlichkeit, Beständigkeit, Großmut;
Meine Fehler ich bin manchmal zu impulsiv
Als besondere Herausforderung sehe ich in der heutigen Welt, wo alles auseinander driftet,  das verbindende Seil zu knüpfen und zu spannen
Den nächsten Generationen wünsche ich dass es ihnen so gut geht, wie den unseren
Am liebsten kaufe ich bewusst im Dorf und kleinen Geschäften
Morgen werde ich Vieles nicht anders machen als gestern
Heute brauche ich meine Großfamilie, meine FreundInnen, meinen Wirkungsbereich
Wenn ich nicht mehr weiter weiß, rede ich mit FreundInnen oder hole mir  Rat bei Profis
Die schillerndste Gestalt: es gibt so viele, auch solche, die nie im Rampenlicht standen
Ein wohltuender Farbtupfer in Südtirol sind die vielen Besonderheiten unserer Landschaft, Menschen und Kultur
Inhaltslose Schachteln sind für mich da, um nützlich  gefüllt zu werden
Die größtmögliche Sicherheit geben denkende und fühlende Mitmenschen
In 20 Jahren möchte ich sagen können, dass ich Einiges bewegen konnte

Lebenslauf

  • Mittelschule Mariengarten
  • Sprachenlyzeum Istituto delle Marcelline
  • Studium „Moderne Sprachen und Literatur“ in Mailand und Bologna
  • Studienaufenthalte  in London, New York, Edinburgh
  • Zweitstudium Kunstgeschichte in Innsbruck
  • Ausbildung Koordinatorin im schulischen Bereich
  • langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für Heimatpflege und Kultur: Mitorganisatorin „Weinkulturwochen“ in St. Pauls; Dorf- und Kunstführungen in Eppan, Publikation: “St. Pauls, Missian, Unterrain, Berg an der Südtiroler Weinstraße“ ein kunstkunst- und kulturgeschichtlicher Führer
  • viele Jahre Mitarbeit im gastronomischen Familienbetrieb „Schreckenstein“: Buchhaltung, Organisation, Kellenerin, Putzfrau ( wie in einem Familienbetrieb üblich, überall einspringen wo nötig
  • Interessen: reisen, wandern, lesen, gärtnern, Architektur und Kunst

Politische Laufbahn

Mitglied SVP-Ortsausschuss St. Pauls, Gemeindefrauenausschuss Eppan,
seit 2007 stellvertretende Landesfrauenreferentin

Mitglied Parteiausschuss, Bezirksleitung Bozen Stadt und Land

 

Liebe Eppanerinnen und Eppaner!

In den vergangenen fünf Jahren hatte ich als Referentin die Gelegenheit, unsere Gemeinde und ihre Verwaltung sehr genau kennen zu lernen. Als Referentin für Urbanistik und Bauwesen, eines der anspruchsvollsten Assessorate, habe ich gelernt, was es heißt, die Interessen und Bedürfnisse unserer Bürger und Bürgerinnen mit übergeordneten Leitlinien und Gesetzen in Einklang zu bringen. Ich konnte vieles, gerade in den Bereichen Baukultur oder Landschaftsschutz, aber auch in der Kulturpolitik oder im Bereich Öffentlichkeitsarbeit oder Dienstleistungen im Allgemeinen vorantreiben. Auch viel Kleinkram, im Alltag, viel Unbemerktes im Blickfeld von außen konnte erledigt werden.

Es war mir stets ein Anliegen, Neues mit Vertrautem zu verbinden, Traditionen zu bewahren, aber auch den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen für ein modernes, zeitgemäßes Eppan.

Am 16. Mai stehe ich mit weiteren 30 Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste der SVP für den Gemeinderat. Ich möchte mich mit meinen Erfahrungen, Ideen und Visionen für Eppan einbringen und Eppans Politik wieder aktiv mitgestalten.

Dafür brauche ich Ihre Unterstützung am 16. Mai. Mit Ihrer Stimme kann ich ein gutes Wahlergebnis erreichen und mich klar für zukünftige Aufgabenbereiche positionieren.

Herzlichen Dank

Dr. Wally Kössler

Persönliche Karte zum Wahlkampf im PDF-Format zum Herunterladen