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„Selbstbewusst und überlegen“

„Aufbruch und Anschluss an die Moderne im Gewerbebau in Südtirol zeigt sich vorwiegend und überraschend im Kellereibau: selbstbewusst und überlegen, wie zur Zeit der Gründerväter.“

Mehr zur Ausstellung „WeinKunst vinoearte“ unter www.lanserhaus.eu!

 

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Kulturreferentin und Mitkuratorin Wally Kössler führt eine Gruppe von Frauen durch die Ausstellung „WeinKunst vinoearte“ im Eppaner Lanserhaus. (Im Bild die Abteilung „Neue Kellerei-Architektur und Villen“)

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50 Jahre Südtiroler Burgeninstitut

Am 4. Oktober fanden die Feierlichkeiten zum Gründungsjubiläum statt. Dazu zählte auch ein umfassendes Programm mit geführten Besichtigungen verschiedener Eppaner Ansitze und Schlösser wie etwa Schloss Freudenstein, Ansitz Zinneberg und Schloss Moos in Eppan Berg. Dort hielt Präsident Dr. Carl Philipp Baron Hohenbühel einen Rückblick auf ein halbes Jahrhundert ehrenamtlichen Engagements für den Schutz der Burgen und Schlösser in Südtirol.

Im Gedenken an Herbert Rosendorfer …

Rosendorfer-Bibliothek-Uebergabe_WebAnlässlich des ersten Todestages von Herbert Rosendorfer am 20. September 2012 übergab seine Witwe Julia Rosendorfer der Gemeinde Eppan den Schreibtisch des Schriftstellers sowie einige Manuskripte und persönliche Dinge.

Herbert Rosendorfer war Mitglied im Eppaner Kulturbeirat Lanserhaus, er war auch Ehrenringträger der Gemeinde Eppan. Bereits vor einigen Jahren hatte er der Gemeinde einen beachtlichen Bestand aus seiner Bibliothek geschenkt. Die Hinterlassenschaften sind nun in der Mittelpunktbibliothek Eppan dauerhaft ausgestellt.

Wir bedanken uns bei Frau Rosendorfer und der Tochter Cosima.

Dr. Walburga Kössler

Ausstellung WeinKunst 28.09.– 03.11.2013

Weinausstellung-Einladung

Weinausstellung-Einladung

WeinKunst

Weinland Südtirol in der Kunst

 

Lanserhaus Eppan, 28.9. – 3.11.2013

Eröffnung: Freitag, 27.9.2013, 18.30 Uhr

Öffnungszeiten: 28.9.–3.11.2013
Dienstag – Donnerstag 15–18 Uhr
Freitag u. Samstag 17–20 Uhr
Sonntag 10–12 u. 15–18 Uhr

Eintritt frei

Kuratoren:
Walburga Kössler, Carl Kraus, Martin Hanni

Koordination:
Maria Hechensteiner, Gerhild Carli

 

Als Symbol des Heils und der Lebenskraft, als Ausdruck göttlicher Gnade und himmlischer Freuden ist der Wein ein Jahrtausende zurückreichendes Kulturgut, welches für das Alltagsleben des Menschen ebenso große Bedeutung besitzt wie für seine spirituelle Vorstellungswelt. Mit dem Nimbus eines mystischen und metaphysischen Bindeglieds zum Göttlichen behaftet, inspiriert er nicht nur Philosophie und Dichtung, sondern in besonderer Weise auch die bildende Kunst.

Unzählig sind dementsprechend die künstlerischen Zeugnisse mit Wein-Bezug, sei es aus dem alten Ägypten, der griechisch-römischen Antike oder dem christlichen Abendland – und überaus reich und facettenreich sind die Beziehungen zwischen Wein und Kunst auch im südlichen Tirol, wo der Anbau des edlen Rebensaftes bis in vorrömische Zeit zurückreicht. Mutet hier doch die Landschaft selbst mit den unverwechselbaren Mustern der Pergeln wie ein Werk der Land Art an: „Im südlichen Theile, der die Kreisstadt Botzen und das Etschthal, so weit es zu Deutsch-Tirol gehört, enthält, ist die Lage tiefer, das Klima sehr warm, und das Hauptprodukt der Wein. Der Weinbau, der minder bedeutend schon bey Brixen beginnt, zeichnet sich vor allen anderen Sorten der Reben-Cultur dadurch aus, dass die Reben schattenreiche Bogengänge formiren, die in gerader Richtung parallel aneinander hinlaufen, so weit es die Lage des Bodens zulässt. Die ganze Gegend um Botzen bildet mit den umliegenden Hügeln gleichsam einen Weingarten“ (Joseph Weger, 1819).

Es ist naheliegend, dass den mit den Augen der Künstler gesehenen Südtiroler(Wein)-Landschaften in diesem Kontext ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Sie stammen u. a. von bekannten Namen wie Edmund von Wörndle, Eduard Theodore Compton, Max von Esterle und Robert Scherer. Beschränkt sich hier der zeitliche Rahmen auf das 19. und 20. Jahrhundert, so spannt sich der Bogen im Bereich „Rebe, Traube und Wein in der christlichen Symbolik“ von der gotischen St. Paulser „Traubenmadonna“ über „Das letzte Abendmahl“ von Martin Knoller bis zu Ignaz Gabloners „Kundschaftern mit der großen Traube“.

In weiteren Kapiteln werden die bacchantischen Weingelage, die Weinarbeit und ihre Protagonisten, die Weinfeste, die Weinwerbung um 1900, die neue Weinarchitektur und schließlich die „Künstler und der Wein“ mit ihren Inspirationen und Abstürzen thematisiert. Die Liste der vertretenen Maler, Zeichner und Bildhauer umfasst dabei eine Vielzahl an Hauptvertretern der Kunst in Tirol: Stephan Kessler, Johann Georg Plazer, Georg Wachter, Louis Eysen, Josef Moroder Lusenberg, Robert Russ, Albin Egger-Lienz, Ignaz und Albert Stolz, Carl Moser, Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Artur Nikodem, Hans Josef Weber-Tyrol, Othmar Winkler, Karl Plattner, Paul Flora, Markus Vallazza etc.

Eine Vielzahl der Exponate stammt aus Privatbesitz und wurde bisher noch nie öffentlich gezeigt.

So unterschiedlich die Themen sein können und so verschieden die Zugänge der Künstler zu diesen, über (fast) allem liegt die Faszination des Weinlandes Südtirol: „Die Gegenstände, die uns hier umgeben“, schreibt der deutsche Maler Louis Gurlitt von seinem Tirol-Aufenthalt 1838, „sind so schön, daß man sich kaum überreden kann, noch Schöneres anzutreffen. […] In unserer jetzigen Wohnung in Schloß Tirol, der Stammburg der Grafen Tirol, lebten wir fast zu gut, drei bis vier Schüsseln Mittag und ebenso des Abends, und Wein ‚wie Wasser’.“

 

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildeter Katalog mit Beiträgen von Leo Andergassen, Siegfried de Rachewiltz, Martin Hanni, Walburga Kössler und Carl Kraus.

List, Last, Lust und Lunge

Es war ein wunderschönes Konzert in memoriam Verdi, Wagner und Herbert Rosendorfer am 6. September im Lanserhaus …

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„Siegfried und Violetta: List, Last, Lust und Lunge“ – Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi
Libretto von Herbert Rosendorfer – in memoriam.

 

HORNQUARTETT „GERMAN HORNSOUND“
Christoph Eß,  Ralph Ficker,  Sebastian Schorr,  Stephan Schottstädt
Karl Dietrich Gräwe – Rezitator

Das Hornquartett „german hornsound“ gründete sich 2009 aus vier ehemaligen Schülern der Hornklasse von Prof. Christian Lampert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Alle vier Hornisten haben nun Anstellungen in professionellen Orchestern; bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der Staatsoper Hannover, dem Konzerthausorchester Berlin sowie den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie.

Für das Jahr 2013 hat „german hornsound“ in Zusammenarbeit mit dem berühmten Südtiroler Schriftsteller Herbert Rosendorfer und dem Berliner Dramaturgen Karl Dietrich Gräwe ein eigenes Projekt zu Ehren der beiden Geburtstagsjubilare Richard Wagner und Giuseppe Verdi entwickelt. Mit diesem dreiaktigen Opernfragment „Siegfried und Violetta“ ist das Quartett u.a. auf führenden Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Oberstdorfer Musiksommer zu Gast. Zu dem einzigartigen Projekt wurde  eine wundervolle CD-Edition aufgelegt.

Europäischer Tag des Denkmals

Römische Villa in St. Pauls zu besichtigen

Auch heuer wird sich die Gemeinde Eppan wieder am Europäischen Tag des Denkmals, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Assessorat für Kultur und Denkmalpflege – im letzten Jahr war Eppan mit dem Montiggler Schlössl dabei – beteiligen.

Tag-des-Denkmals_webDas diesjährige Thema lautet: Jenseits des Guten und Schönen. Unbequeme Denkmale? In Bozen werden  6 Stadtrundgänge oder eine Führung des Bunkers/Luftschutzkellers in der Fagenstraße angeboten, in Kaltern die Besichtigung des ehemaligen Gerichtsgefängnisses, in Franzensfeste Bunker Nr. 3, in Natz/Schabs das NATO-Areal, um nur einige Höhepunkte dieser Veranstaltung herauszustreichen.

Die Abteilung Archäologie bietet den Besuch der Römischen Villa mit Badeanlage in St. Pauls an. „Aufgrund der qualitätvollen Gestaltung und Ausstattung kommt dieser archäologischen Stätte eine besondere Bedeutung zu. Drei der insgesamt zweiundzwanzig bisher freigelegten Räume sind mit einem Mosaik versehen, die Wände mit Wandmalereien.“

Sonntag 15.9. 2013
Ort: Römische Villa in St. Pauls/Aich
Von: 10.00 bis 16.30

Alle sind herzlich eingeladen!

Die Referentin für Kultur
Dr. Walburga Kössler Thaler

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Das Kulturprogramm 2010 im Lanserhaus

Demnächst wird im Lanserhaus die Frühjahrsausstellung eröffnet, dies möchte ich zum Anlass nehmen, das diesjährige Kulturprogramm vorzustellen.

Nach der Ausstellung „Zauber der Zeichnung“ im letzten Jahr, knüpft das Lanserhaus auch 2010 wiederum an die Zeichnung als künstlerische Ausdrucksform an, diesmal jedoch von ganz anderer Warte.

Mit „Karikatour. Simplicissimus trifft YouTube“ betritt unser Kulturhaus als Galerie noch weitgehend unbearbeitetes Terrain und unternimmt erstmals eine Reise durch die Welt der satirischen Zeichnung. Ausgehend vom Simplicissimus, der bekannten Satirezeitung aus dem frühen 20. Jh., taucht das Lanserhaus ein in die Welt der Südtiroler Karikatur, unternimmt aber auch Abstecher nach Deutschland und ins restliche Italien. Die Ausstellung wird am 27. Mai eröffnet und läuft bis zum 11. Juli.

Im Rahmen der Karikaturen-Ausstellung wird schließlich auch Martin Sonneborn in Eppan zu Gast sein. Zu Recht wird Sonneborn als Deutschlands Chefsatiriker bezeichnet, schließlich war er über lange Jahre Chefredakteur des Satiremagazins „Titanic“ und ist nun wöchentlich im ZDF in der satirischen „Heute Show“ zu sehen. Am 1. Juni kommentiert Sonneborn in einer Multimedia-Lesung die trockensten Episoden aus „Titanic“ und wird mitunter verraten, wie er die WM 2006 nach Deutschland geholt hat.

Der Sommer steht wiederum ganz im Zeichen der Musik. Beginnend mit dem Eppaner Liedsommer – in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Bildungszentrum – wird vom 4.-11. Juli unter der Leitung von Brigitte Fassbaender wiederum Gesang von höchstem Niveau und von international etablierten SängerInnen angeboten.

Das Festival XONG bringt auch 2010 einen Satelliten ins Lanserhaus. XONG findet dieses Jahr voraussichtlich zum letzten Mal im Vinschgau statt, hat sich daher aber ein umso bunteres und spannenderes Programm zum Ziel gesetzt:  Zwischen 23. und 24. Juli wird das Lanserhaus abwechselnd von einem neapolitanischem Trio, einer Volksmusikgruppe und mit einem Kabarett bespielt. Für kulinarische Auflockerung sorgt ein „Holbmittog“ am Samstag 24. Juli, wiederum mit musikalischer Umrahmung.

Die erste Septemberwoche steht zum zweiten Mal Zeichen der Klavierakademie. Bereits eingetroffene Bewerbungen von Pianisten aus aller Welt lassen wiederum internationales Flair erahnen. Die Akademie wird auch in diesem Jahr von Arie Vardi geleitet und von Andrea Bonatta und dem Kulturkontakt Eppan organisiert.

Die Herbstausstellung 2010, kuratiert von Carl Kraus, trägt den Arbeitstitel „Inspirationen. Tiroler Maler und ihre Frauen“. Eine Vielzahl von Kunstwerken unterschiedlichster Maler und von höchster Qualität werden die Galerie des Lanserhauses in einen Ort von Muse und Inspiration verwandeln. Die Ausstellung wird Ende September eröffnet und ist über sechs Wochen zugänglich.

Das Kulturprogramm wird schließlich von einem Transart-Event abgerundet. Wie schon in den Vorjahren wird auch 2010 Peter Paul Kainrath keine Mühe scheuen und eine exklusive Veranstaltung ins Lanserhaus bringen.

Mit diesem ambitionierten Programm stellt sich das Lanserhaus der Herausforderung, Zentrum kulturellen Schaffens weit über die Gemeindegrenzen hinaus zu sein. Wir hoffen weiterhin auf reges Interesse und Zuspruch bei allen Freunden der Kultur.

Dr. Walburga Kössler

Referentin für das Lanserhaus und Kulturbeirat Lanserhaus